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Chronik
Auch nach 25 Jahren geht es weiter
1992 wagte sich die Singgemeinschaft in die Große Welt der Musik. Das Deutsche Chorfest in Köln bot die Gelegenheit, sich einmal auf einer größeren
Chorbühne zu präsentieren. Wir bewarben uns zum Thema "singende Landschaften" mit alten Bergischen Volksliedern, die von Helmut Trott nach alten
Tonaufzeichnungen für die Singgemeinschaft arrangiert wurden. Der Auftritt war ernüchternd! In einem fast schwarzen Saal im Bürgerhaus Stollwerk sangen
wir vor ganz wenigen Zuhörern - so hatten wir uns ein Deutsches Chorfest nicht vorgestellt (auch wenn vor uns "Concordia" Berlin Mitte und nach uns "
Saxania" Detroit, Michigan, USA sang).

Das Weihnachtskonzert 1992 war das letzte Konzert unter Chorleiter Uli Haspel. Von seinem neuen Wohnort war die Anreise nach Kürten zu weit.
Bereits nach wenigen Wochen fanden wir mit Robert Heimann einen neuen Chorleiter von der Musikhochschule Köln, der uns in den nächsten
6 Jahren begleitete.

Auch unter Chören gibt es Freundschaften die einige Jahre halten. Beim Gemeindechorfest 1993 bekam unser Chor Kontakt zum "Chor der Bergarbeiter"
aus Brieske / Senftenberg. Diese Verbindung hat zu einigen gemeinsamen Konzerten - auch in Brieske - geführt. Viele Ältere im Chor erinnern sich
noch gerne an das Konzert beim Seefest in Senftenberg und an die anschließende Fahrt im Trabbi des dortigen Bürgermeisters. Einige Jahre später
hatten wir Spaß beim gemeinsamen Grillfest im Spreewald.

1997 ergab die Vorstandswahl den Wechsel von Margarete Iversen zu Hubert Appolt.
Die Feiern zu "750-Jahre Kölner Dom" 1998 boten für uns die Gelegenheit, einmal im Kölner Dom zu singen. Mit vielen anderen Chören reisten wir
nach Köln und waren ein Chor unter vielen, die die Feier gestalteten - auch das ein Erlebnis für einen weltlichen Chor aus dem Bergischen Land.

Ende März 1999 gab es den nächsten Wechsel in der Chorleitung. Robert Heimann ging aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland.
Schon im letzten Jahr hatte Herr Kellinghaus, ebenfalls Student an der Musikhochschule Köln, uns dirigiert, wenn Robert Heimann verhindert war.
Und so gab es im April 1999 einen nahtlosen Übergang von Robert Heimann zu André Kellinghaus.

Mitte 2002 erhielt André Kellinghaus eine Anstellung am Theater in Osna-brück und als neue Chorleiterin rückte Dagmar Häck aus
Bergisch Gladbach Herkenrath nach. Eine Frau an der Spitze der Singgemeinschaft! Für die Sänger kein wirkliches Neuland, hatten sie
doch schon des Öfteren Vertretungsweise mit einer Chorleiterin geprobt. Ihren ersten Auftritt unter weiblicher Führung hatte die Singgemeinschaft
am 6. Oktober beim Herbstkonzert des MGV Herweg.

Zum Weihnachtskonzert 2002 sang die Singgemeinschaft Kürten zusammen mit dem Jugendchor "A cappella Kürten" unter Leitung von Stefan Barde .
Bis 2010 wurden alle weiteren Weihnachtkonzerte mit dem Chor "A Cappella Kürten" gestaltet. Durch unterschiedliches Liedgut wurde dieses Konzept
ab 2010 aufgegeben.

Bereits zu Beginn des Jahres 2005 schwärmte Chorleiterin Dagmar Häck von einem großen Chorprojekt in Kürten. Gemeinsam mit Sängerinnen
und Sängern aus anderen Chören, einem Orchester und Solisten, sollten Werke aus dem Oratorium "Elias" von Mendelsohn Bartholdy aufgeführt werden.
Die Aufführung war am 4. Advent 2005 in der Kath. Kirche in Kürten. Die Singgemeinschaft Kürten mit einigen Gastsänger-
innen und -sängern, Solisten und einem Orchester füllten den Chorraum der Kirche und die Bänke waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Nur eine musste
ihren Platz räumen! Chorleiterin Dagmar Häck war mit ihrem zweiten Kind schwanger und den Strapazen eines so großen Dirigates strengten
doch zu sehr an. So legte sie die letzten Proben und die Aufführung in die Hände von Stefan Barde und hörte sich das Ergebnis lieber aus
den Zuhörerreihen an.

2006 gab es den nächsten Wechsel in der Chorleitung. Die größer gewordene Familie Häck zog nach Neuß. Als neuer Chorleiter
wurde Benjamin Desalm gewählt. Die Entscheidung war nicht besonders glücklich. Herr Desalm hatte neben seiner Promotionsarbeit
viele andere Verpflichtungen und musste sich häufiger vertreten lassen. Anfang 2007 trennten wir uns von Benjamin Desalm.
Stefan Barde sprang kurzfristig ein und unter seiner Leitung  sangen wir vor Ostern ein Passionskonzert.
Mitte des Jahres 2007 übernahm Oliver Firl, ein Dirigent und Kirchenmusiker aus Kürten-Olpe, die Singgemeinschaft Kürten.
Nach längerer Pause wurden ab 2008 neben den Weihnachtskonzerten auch wieder Sommerkonzerte eingeführt.
Nach 1982 und 2005 musste 2009 zum 3. Mal das Weihnachtskonzert ausfallen. Diesmal war es aber das Wetter, das uns zu einer Absage zwang.
Am 20. Dezember versetzte plötzlicher, starker Schneefall Kürten in eine Winterlandschaft. Auf den Straßen ging nichts mehr. Über eine
Telefonkette haben wir Mitglieder und Besucher über die Absage des Konzertes informiert. Schließlich haben sich 5 Besucher durch den Schnee
zur Kirche durchgekämpft, die wir leider wieder nach Hause schicken mussten.

Unterschiedliche Ansichten zur Probenarbeit und der musikalischen Ausrichtung des Chores führten Mitte 2010 zum nächsten Chorleiterwechsel.
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde auch ein Antrag auf Auflösung des Chores gestellt; zu wenig Mitglieder, zu alt, keine Zukunft usw..
"Gott sei Dank" bekam der Antrag nicht die erforderliche Stimmenmehrheit. Nach weiteren Austritten musste der Chor mit 29 Mitgliedern einen
neuen Chorleiter finden. Marcus Müller aus Kürten-Eichhof übernahm im Juni 2010 den Chor und startete mit der Probenarbeit f
ür das Weihnachtskonzert. Auch dieser Termin stand unter keinem guten Stern. Heftiger Schneefall am Tag des Konzertes verhinderte die
Anreise der Solistin und auch die Zahl der Zuhörer hielt sich in Grenzen. Es wurde ein verkürztes Konzert - aber der Start war gelungen.
In den folgenden Jahren wurden neben dem Weihnachtskonzert zwei Sommerkonzerte aufgeführt; eines in Kürten und eines in Bechen.
Zur Vorbereitung der Konzerte wurden Probentage eingeführt. Aus dem Probentag wurde schnell ein Probenwochenende von
Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag. Für die Chorgemeinschaft ist das wie ein Ausflug; man probt den ganzen Tag und abends genießt
man noch viele Stunden bei Getränken und vielen, vielen Liedern. Das schweißt die Gemeinschaft zusammen und beschert neben guter
Probenarbeit auch ein tolles Erlebnis.

Von anfangs 29 Sängerinnen und Sängern ist unser Chor in den vergangenen 6 Jahren wieder auf 45 Mitglieder angewachsen.
Besonders stolz sind wir auf 2 Asylbewerber, die zu uns gefunden haben. So kann auch ein seit 50 Jahren bestehender Chor zur Integration beitragen.